Werte und Normen – Gymnasium Niedersachsen: Kompetenzen im Überblick
Welche Kompetenzen sieht der Bildungsplan für Werte und Normen an der Schulform Gymnasium in Niedersachsen vor? Hier findest du die Themenbereiche und Kompetenzen (Jahrgang 5–13) auf einen Blick – und wie du daraus deinen Stoffverteilungsplan machst.
- Themenbereiche:
- 27
- Kompetenzen:
- 115
Aus diesen Kompetenzen deinen Stoffverteilungsplan machen? LehrerCopilot kennt diesen Bildungsplan bereits.
Kostenlos startenJahrgang 5–6
Wahrnehmen und Beschreiben
- Vorwissen und Gefühle zu moralischen Begebenheiten darstellen
- Assoziationen zum Themenschwerpunkt beschreiben
- Fragen und Erwartungen zum Inhalt skizzieren
Verstehen und Reflektieren
- Verschiedene Informationsquellen untersuchen
- Vorwissen mit Informationsquellen in Beziehung setzen
- Fachspezifische Grundbegriffe analysieren
- Normativen Text auf Prämissen untersuchen
- Fremdperspektiven erläutern, Gedankenexperimente untersuchen
- Ethische Positionen und deren Tragweite erfassen
- Lösungswege für moralische Probleme erläutern
Diskutieren und Urteilen
- Perspektiven und Erwartungshaltungen erörtern
- Lösungsstrategien für moralische Konflikte diskutieren
- Eigene Argumentationen entwickeln und prüfen
- Vorläufiges Urteil entwickeln, Folgen prüfen
- Eigenes Urteil im Diskurs darstellen
Fragen nach dem Ich › Ich und meine Beziehungen
- Merkmale von Freundschaften beschreiben
- Formen familiären Zusammenlebens skizzieren
- Formen persönlicher Beziehungen unterscheiden
- Verhaltensmuster in sozialen Rollen erläutern
- Bedeutung von Idolen und Vorbildern diskutieren
Orientierung, nicht verbindlich
Mögliche Inhalte für den Kompetenzerwerb
- Unterstützung, Vertrauen, Verlässlichkeit, Spaß, gemeinsame Interessen, Erlebnisse, Offenheit, Sicherheit, Loyalität, Respekt
- Kernfamilie, Patchwork-Familie, Ein-Eltern-Familie, freie Lebens- und Wohngemeinschaften, Familie mit gleichgeschlechtlichen Eltern
- beste(r) Freund(in), Sportkameradinnen und -kameraden, Spielfreundschaften, virtuelle Freundschaften, Peer-Group, Arbeitspartnerinnen und -partner, Lehrkräfte, Erwachsene als Vertrauens- und Autoritätspersonen
- Beziehungen in und zu religiösen Gemeinschaften
- Konkurrenz, Feindschaft, Bedrohung, Mobbing, Neid
- Identifikations- und Abgrenzungsangebote bezüglich verschiedener Kriterien: Schönheit, Berühmtheit, Reichtum, Erfolg, Mut, Zivilcourage, Hilfsbereitschaft, Gewaltlosigkeit
Fragen nach der Zukunft › Glück und Lebensgestaltung
- Zukunftswünsche und Kriterien glücklichen Lebens
- Zukunftswünsche von Kindern verschiedener Kulturen vergleichen
- Vorschläge für verantwortungsvolle Zukunftsplanung
- Verständnis von Erfolg und Misserfolg hinterfragen
- Verhaltensmöglichkeiten bei Erfolg und Misserfolg
Orientierung, nicht verbindlich
Mögliche Inhalte für den Kompetenzerwerb
- Berufswunsch, fiktiver Lebenslauf, Gesundheit, Frieden, persönliche Sicherheit
- intakte Umwelt (verantwortungsvoller Umgang mit Tieren, Wasser, Luft und Energie)
- geschlechtsspezifische Zukunftserwartungen, Kinder im Krieg, Kinder in Armut, Kinder in Naturvölkern
- Möglichkeiten zur Übernahme von Verantwortung in Schule, Freizeit und Familie
- mögliche Bedingungen für Erfolg und Misserfolg: Leistungsbereitschaft, Glück, eigene und fremde Erwartungshaltungen, Faulheit, Pech, überzogene Erwartungshaltung, Minderwertigkeitsgefühl, Selbstvertrauen, Motivation und Demotivation
- Trost, Lob, Anerkennung, Wertschätzung relativen Erfolgs, Inanspruchnahme fremder Hilfe, Bescheidenheit, realistische Selbsteinschätzung, Aufstiegsmöglichkeiten, Versagensängste, Förderprogramme
Fragen nach Moral und Ethik › Regeln für das Zusammenleben
- Regeln, Normen und Rituale benennen
- Werte hinter Regeln und Normen erläutern
- Regeln und Rituale in Kontexten vergleichen
- „Goldene Regel“ erläutern und anwenden
- Folgen von Regelverletzungen untersuchen
Orientierung, nicht verbindlich
Mögliche Inhalte für den Kompetenzerwerb
- Regeln und Normen in Klasse, Familie, Freundeskreis, Verein
- Sicherheit, Verlässlichkeit, Einschränkung
- Gedankenexperiment: Welt ohne Regeln und Normen
- z. B. Ehrlichkeit, Höflichkeit, Achtsamkeit, Geselligkeit
- Schulregeln in verschiedenen kulturellen und historischen Kontexten
- Verhaltensregeln in verschiedenen Sportarten und Spielen
- Verhaltensweisen in religiösen Gemeinschaften
- „Goldene Regel“ im Sport, Vergleich zwischen positiver und negativer Formulierung der „Goldenen Regel“
- Prävention, Sanktion, Strafe
- Funktionen von Strafe: Abschreckung, Wiedergutmachung, Vorbeugung, Einsicht, Vergeltung
Fragen nach der Wirklichkeit › Leben in Vielfalt
- Formen der Lebensgestaltung beschreiben
- Vorurteile, Klischees und Mobbing benennen
- Ursachen und Folgen von Vorurteilen erläutern
- Voraussetzungen toleranten Zusammenlebens diskutieren
Orientierung, nicht verbindlich
Mögliche Inhalte für den Kompetenzerwerb
- Verschiedene Interessen, unterschiedliche Herkunft und Sitten, auch in der Folge von Migration
- Kleidung, Körpersprache, Mimik, Sprachstil, Umgangsformen, Temperament, auffällige Merkmale
- Vorurteile und Klischees bezogen auf Aussehen, Geschlechterrollen, Lebensalter, Religionszugehörigkeit, soziale und ethnische Herkunft
- Klischees und Stereotype in den Medien
- physisches Mobbing, psychisches Mobbing, Cybermobbing
- Unkenntnis, Desinteresse, Intoleranz, Unsicherheit, Schwarz-Weiß-Denken, Stärkung des Ich- und Wir-Gefühls, Aufbau von Feindbildern, Ausgrenzung, Diskriminierung, Konflikte, Gewalt
- Minimalkonsens grundlegender Wertvorstellungen einschließlich rationaler Begründungen
- Informationen über andere Religionen und Kulturen, interkulturelle Begegnungen infolge von Migration, Fluchtursachen
Fragen nach Orientierungsmöglichkeiten › Aspekte von Religionen und Weltanschauungen
- Gottesvorstellungen in Religionen erschließen
- Schöpfungsmythen und Naturwissenschaft vergleichen
- Religiöse Praxis im Lebensalltag vergleichen
- Funktionen der Religiosität erläutern
Orientierung, nicht verbindlich
Mögliche Inhalte für den Kompetenzerwerb
- altägyptische, griechische, römische, germanische Gottheiten, Jahwe, Gott, Allah
- Göttergeschichten (z. B. ägyptische, griechische, indische Mythologien)
- naturreligiöse Schöpfungsgeschichten
- z. B. Genesis und Evolutionslehre (Schöpfungserzählungen als Glaubensaussagen, Wissenschaft als Deutungsansatz, Urknalltheorie)
- Gotteshäuser, heilige Orte, Feste und Feiern, Zeiten und Symbole, Rituale, Bräuche, Thora, Bibel, Koran, Fünf Säulen des Islam, Dekalog, zentrale religiöse Figuren (Propheten, Religionsstifter, Engel, Dämonen, Heilige etc.)
- Trost, Geborgenheit, Gemeinschaftsgefühl, ethische Orientierung, Strukturierung des Lebens, Lebenssinn
Jahrgang 7–8
Wahrnehmen und Beschreiben
- Vorwissen und Gefühle zu moralischen Begebenheiten darstellen
- Assoziationen zum Themenschwerpunkt beschreiben
- Fragen und Erwartungen zum Inhalt skizzieren
Verstehen und Reflektieren
- Verschiedene Informationsquellen untersuchen
- Vorwissen mit Informationsquellen in Beziehung setzen
- Fachspezifische Grundbegriffe analysieren
- Normativen Text auf Prämissen untersuchen
- Fremdperspektiven erläutern, Gedankenexperimente untersuchen
- Ethische Positionen und deren Tragweite erfassen
- Lösungswege für moralische Probleme erläutern
Diskutieren und Urteilen
- Perspektiven und Erwartungshaltungen erörtern
- Lösungsstrategien für moralische Konflikte diskutieren
- Eigene Argumentationen entwickeln und prüfen
- Vorläufiges Urteil entwickeln, Folgen prüfen
- Eigenes Urteil im Diskurs darstellen
Fragen nach dem Ich › Das Ich und seine sozialen Rollen
- Erwartungshaltungen in sozialen Rollen erläutern
- Erwartungen an die Verwirklichung des Ichs erklären
- Positives Selbstwertgefühl entwickeln
- Konflikte zwischen Erwartung und Rolle reflektieren
Orientierung, nicht verbindlich
Mögliche Inhalte für den Kompetenzerwerb
- Gehorsam, Empathie, Pflicht, Loyalität, Respekt, Höflichkeit, Zuneigung, Liebe, Ausgrenzung, Akzeptanz, Toleranz, Verantwortung in den verschiedenen sozialen Kontexten
- soziale Rolle als Summe der von einer Person erwarteten Verhaltensweisen in jeweils spezifischen Situationen (Schüler, Sportler, Sohn/Tochter etc.)
- z. B. Anspruch auf Freiheiten und Eigenständigkeit, Anerkennung (in und außerhalb der Peer-Group), Erfolg, Möglichkeiten der Mitgestaltung, finanzielle Unabhängigkeit, sexuelle Selbstbestimmung
- bewusstes Wahrnehmen und Vergewisserung eigener Stärken, Selbstannahme, aktive Lebensgestaltung, Selbstwirksamkeit, Selbstsicherheit und Selbstbehauptung
- Nein-Sagen, Abgrenzung gegenüber Gruppenzwängen, Mediation, Beratungslehrkraft, Konfliktlotsen, Vertrauensperson, Aushalten des Konflikts, psychologische Hilfe
Fragen nach der Zukunft › Konstruktiver Umgang mit Krisen
- Krisensituationen und -verläufe beschreiben
- Suchtformen beschreiben
- Ursachen und Auswirkungen von Süchten erläutern
- Orientierungskrisen beschreiben
- Umgang mit und Prävention von Krisen reflektieren
Orientierung, nicht verbindlich
Mögliche Inhalte für den Kompetenzerwerb
- Sucht, Tod, Misserfolg, soziale Ausgrenzung, Vereinsamung, Verlusterfahrungen, Konfrontation mit Gewalt
- Krisenverlaufsmodell
- stoffgebundene Süchte (z. B. Alkohol, Nikotin, Medikamente), Verhaltenssüchte (z. B. Online-Sucht, Kaufsucht, Spielsucht)
- Unsicherheit, Einsamkeit, Langeweile, Gruppenzwang, Neugier, persönliche Probleme
- Abhängigkeit, Isolation, gesundheitliche Schäden, Verkehrsdelikte, Beschaffungskriminalität
- Individuum in der globalisierten Welt, Instabilität von Zukunftsentwürfen, Komplexität, Mobilität, Empfindung von Kontrollverlust
- Ambivalenz der technischen Möglichkeiten digitaler Medien (Social Media)
- Entwicklung eines stabilen Selbstwertgefühls, professionelle Beratung, zwischenmenschliche Kommunikation, Stärkung sozialer Kontakte, Hobbys, gesellschaftliches Engagement, Aufgreifen religiöser und weltanschaulicher Lebensorientierungen
Fragen nach Moral und Ethik › Liebe und Sexualität
- Begriffe zu Liebe und Sexualität erläutern
- Geschlechtsspezifische Rollenerwartungen auseinandersetzen
- Sexuelle Selbstbestimmung: Möglichkeiten und Grenzen diskutieren
Orientierung, nicht verbindlich
Mögliche Inhalte für den Kompetenzerwerb
- Romantik, Zärtlichkeit, Libido, Leidenschaft, Sexualität, Eifersucht, Liebeskummer, platonische Liebe, Freundschaft, Nächstenliebe, Liebe zur Heimat, zur Natur, zur Kunst
- vermeintlich typisch männliche bzw. typisch weibliche Eigenschaften und Vorstellungen, unterschiedliche Kommunikationsformen, Rollenverhalten der Geschlechter, Vorurteile gegenüber Homosexualität
- Sexualität und Rollenklischees in den Medien
- sexuelle Codierungen von Verhalten, Kleidung etc.
- Konventionen im historischen Vergleich
- Liebe und Sexualität im Spannungsfeld von Partnerwahl und -konstellationen, Verhältnis zum eigenen Körper, Zurschaustellung von Sexualität, Umgang mit Pornografie
- Vielfalt partnerschaftlicher und sexueller Beziehungen in der Gegenwart
- religiös geprägte Vorstellungen von Sexualität und Liebe (z. B. Agape, Enthaltsamkeit, Keuschheit, Monogamie vs. Polygamie)
Fragen nach der Wirklichkeit › Menschenrechte und Menschenwürde
- Menschliche Grundbedürfnisse skizzieren
- Begriff der Menschenwürde herausarbeiten
- Engagement von Menschenrechtsorganisationen beschreiben
- Menschenrechtsverletzungen ethisch diskutieren
Orientierung, nicht verbindlich
Mögliche Inhalte für den Kompetenzerwerb
- Nahrung, soziale Fürsorge, Kleidung, Obdach, Reisefreiheit
- sog. Maslowsche Bedürfnispyramide
- Leben im Überfluss, Leben in Armut, Kinderarbeit, Kindersoldaten, Leben in Slums
- Menschenbild im Christentum, im Humanismus und in der Aufklärung
- Art. 1 GG, Beispiele der UN-Menschenrechts-Charta, UN-Charta der Kinderrechte, europäische Menschenrechts-Charta, Kairoer Menschenrechtserklärung, Banjul-Charta
- UNICEF, Amnesty International, Terre des hommes, Human Rights Watch
- Briefaktionen von Amnesty International, internationale Hilfsaktionen in Katastrophenfällen
- Menschenrechtsverletzungen, z. B. physische und psychische Misshandlungen, Formen von Diskriminierung (z. B. Rassismus), Todesstrafe
- Problematisierung der Abgrenzung zwischen Menschenrechtsverletzungen und Regelverstößen
- Güterabwägung bei Produkten von Kinderarbeit
- Rechtfertigung der Folter zugunsten der Rettung Unschuldiger – Verwirklichung der Menschenwürde für Schwerverbrecher
Fragen nach Orientierungsmöglichkeiten › Leben in religiös und weltanschaulich geprägten Kulturen
- Ursprung und Bedeutung von Initiationsriten erläutern
- Religiöse Aspekte ethischen Handelns reflektieren
- Menschen- und Weltbilder erläutern
Orientierung, nicht verbindlich
Mögliche Inhalte für den Kompetenzerwerb
- Kommunion, Firmung, Konfirmation, Bar/Bat Mizwa, Sünnet, Jugendweihe/Jugendfeier
- Initiationsriten in Naturvölkern
- christliche Sozialethik (z. B. Caritas, Diakonisches Werk, Liebesgebot), Humanismus, Fünf-Säulen des Islam, Achtfacher Pfad, Konfuzianismus etc.
- Mensch als Ebenbild Gottes, Mensch als Teil der Schöpfung, Mensch als Produkt der Evolution, humanistisches Menschenbild, Mensch als Bedürfnis- und Triebwesen
- Welt als Schöpfung, Weltbilder in Mythen
- ptolemäisches vs. kopernikanisches Weltbild
- Welt als Produkt des Zufalls
Jahrgang 9–10
Wahrnehmen und Beschreiben
- Vorwissen und Gefühle zu moralischen Begebenheiten darstellen
- Assoziationen zum Themenschwerpunkt beschreiben
- Fragen und Erwartungen zum Inhalt skizzieren
Verstehen und Reflektieren
- Verschiedene Informationsquellen untersuchen
- Vorwissen mit Informationsquellen in Beziehung setzen
- Fachspezifische Grundbegriffe analysieren
- Normativen Text auf Prämissen untersuchen
- Fremdperspektiven erläutern, Gedankenexperimente untersuchen
- Ethische Positionen und deren Tragweite erfassen
- Lösungswege für moralische Probleme erläutern
Diskutieren und Urteilen
- Perspektiven und Erwartungshaltungen erörtern
- Lösungsstrategien für moralische Konflikte diskutieren
- Eigene Argumentationen entwickeln und prüfen
- Vorläufiges Urteil entwickeln, Folgen prüfen
- Eigenes Urteil im Diskurs darstellen
Fragen nach dem Ich › Entwicklung und Gestaltung von Identität
- Ausdrucksformen individueller Freiheit analysieren
- Begriffe „Sex“ und „Gender“ auseinandersetzen
- Formen der Geschlechtsidentität untersuchen
- Individuelle Glücksvorstellungen erörtern
- Umgang mit der eigenen Endlichkeit reflektieren
Orientierung, nicht verbindlich
Mögliche Inhalte für den Kompetenzerwerb
- Selbstbestimmung vs. Fremdbestimmung
- Verantwortung für die eigene Lebensgestaltung
- Berufswahl als Ausdruck bewusster Lebensgestaltung
- Hinterfragen von Wahrheitsansprüchen bezüglich der Lebensgestaltung
- biologisches vs. kulturelles Geschlecht
- gesellschaftlich determinierte Rollenzuweisungen für Weiblichkeit und Männlichkeit
- Physis vs. Nomos in der Sophistik
- LGBT bzw. LSBTTIQ
- Gleichberechtigung der unterschiedlichen Formen der geschlechtlichen Identität
- Glückskonzeptionen der Antike (z. B. Epikureismus, Stoa, Kynismus)
- Glückskonzeptionen der Gegenwart (z. B. Flow, Glück als aktive Sinnsetzung, Selbstwirksamkeit)
- Auswirkungen ökonomischer Glückskonzeptionen auf Individuen
Fragen nach der Zukunft › Verantwortung für Natur und Umwelt
- Chancen und Gefahren im Umgang mit Natur reflektieren
- Zusammenhänge zwischen Ökonomie und Ökologie erläutern
- Positionen zum Verhältnis Mensch und Umwelt
- Lösungsansätze für nachhaltigen Umgang prüfen
Orientierung, nicht verbindlich
Mögliche Inhalte für den Kompetenzerwerb
- Artensterben, Luftverschmutzung, langfristige Zerstörung von Naturlandschaften, Zoos, Intensivtierhaltung, Hungersnöte, Klimawandel, gesundheitliche Schäden/Landwirtschaft, Naturschutzgebiete, Nationalparks, Urban Gardening, Bionik, erneuerbare Energien
- Wachstum/Nachhaltigkeit, Kapitalismus, Neoliberalismus, Machtstreben, Profitstreben, Egoismus, Optimierung des Lebensstandards
- Anthropozentrismus, Pathozentrismus, Biozentrismus, Holismus
- „Prinzip Verantwortung“
- Aufgaben des Menschen gegenüber der Natur und der Tierwelt in verschiedenen Religionen und Kulturen, Leben als Wert an sich
- Ökologische Landwirtschaft, angemessenes Konsumverhalten, Selbstbeschränkung, Nachhaltigkeit, Wirkungsmöglichkeiten von Tier- und Naturschutzorganisationen, Green Economy
Fragen nach Moral und Ethik › Ethische Grundlagen für Konfliktlösungen
- Formen und Ursachen von Konflikten und Gewalt benennen
- Schwierigkeiten bei Konfliktlösung darstellen
- Ethische Konzeptionen zur Konfliktlösung untersuchen
- Problemfelder des Themas Toleranz auseinandersetzen
- Lösungsvorschläge für Konflikte diskutieren
Orientierung, nicht verbindlich
Mögliche Inhalte für den Kompetenzerwerb
- verbale, nonverbale, physische, psychische Gewaltformen, Mobbing, medial vermittelte Gewalt, Autoaggression
- Armut, Kriege, Terror, ethnische Konflikte, religiös begründete Auseinandersetzungen
- Eisbergmodell, Eskalationsstufen, mangelnde Gesprächsfähigkeit und Gesprächsbereitschaft, Egoismus
- die aristotelische Mesotes-Lehre, „Prinzip Verantwortung“ als Prävention, Mitleidsethik, kontrafaktische Annahmen als Prämisse, Diskursethik
- der Toleranzbegriff der Aufklärung (z. B. bei Lessing und Voltaire); Toleranzmodelle (z. B. bei Forst); Grenzen von Toleranz
- „Kultur des Hinsehens“, Aufmerksamkeit, Empathie, Organisation von Hilfe
- Möglichkeiten und Grenzen von Zivilcourage
- Mediationsverfahren im Rahmen fiktiver Fallbeispiele (z. B. Mobbing, Petzen, Prügelei)
- Gerechter Interessenausgleich, Täter-Opfer-Ausgleich, Motivation zur Toleranz, Übernahme anderer Perspektiven
Fragen nach der Wirklichkeit › Wahrheit und Wirklichkeit
- Wahrnehmen und Erkennen gegenüberstellen
- Fürwahrhalten bei Glauben, Meinen, Wissen erläutern
- Darstellung von Wirklichkeit in Medien vergleichen
- Unterschiedliche Wahrheitsansprüche auseinandersetzen
Orientierung, nicht verbindlich
Mögliche Inhalte für den Kompetenzerwerb
- spezifische Sinnesleistungen und Wahrnehmungsmuster bei Mensch und Tier, Sinnestäuschungen (z. B. Sternbilder, Vexierbilder, unmögliche Figuren nach Escher)
- Aspekte der Gehirnphysiologie
- Kriterien zur Unterscheidung von Aussagen im Bereich des Glaubens, Wissens und Meinens, ästhetische Urteile, Geschmacksurteile, emotionale Urteile, Werturteil
- subjektive Überzeugung, Plausibilität, Intersubjektivität, Objektivität, Formen der Beweisbarkeit, Evidenz
- verschiedene Aussagetypen: thetisch, deskriptiv, präskriptiv
- medienspezifische Abbildungen wie Foto, Film, Video, Internet
- Manipulationsmöglichkeiten analoger und digitaler Medien
- Regeln und Beweisverfahren in den Wissenschaften
- Deduktion, Induktion
- Wahrheitstheorien wie Konsens- und Korrespondenztheorie
- konkurrierende Wahrheitsansprüche in den Religionen
Fragen nach Orientierungsmöglichkeiten › Deutungsmöglichkeiten und -grenzen von Religionen und Weltanschauungen
- Sinnstiftungen und Orientierungsangebote reflektieren
- Grundzüge der Weltreligionen vergleichen
- Kritik an Religionen und Weltanschauungen auseinandersetzen
Orientierung, nicht verbindlich
Mögliche Inhalte für den Kompetenzerwerb
- religiöse Sozialethiken, Friedenskonzeptionen, religiöse Regeln, Dogmen
- humanistische Lebensauffassung (z. B. Eigenverantwortlichkeit, Freiheit und Verantwortung, Vernunft, Weltlichkeit)
- weltanschauliche Deutungsmuster (z. B. Kommunismus, Sozialismus, Kommunitarismus, Liberalismus, Faschismus)
- Christentum, Judentum, Islam, Buddhismus, Hinduismus, Konfuzianismus, Shintoismus (z. B. hinsichtlich Tod und Sterben, Verhältnis zu Natur und Tieren, Geschlechterrollen)
- Religionskritik, z. B. bei Hume, Voltaire, Feuerbach, Marx, Nietzsche, Freud
- Kritik aus der Sicht der Naturwissenschaften (z. B. Problem der empirischen Verifikation, Mangel an Evidenz und Plausibilität, Problem der Verallgemeinerung)
- Grenzen säkularer und ideologischer Weltdeutungen
- gesellschaftliche und gemeinschaftliche Ordnungsfunktion, Intoleranz, Verhältnis von religiösen Überzeugungen und Gewalt, Fundamentalismus
Jahrgang 11–13
Prozessbezogene Kompetenzen › Wahrnehmen und Beschreiben
- Vorwissen und Gefühle zu moralischen Begebenheiten darstellen
- Assoziationen zum Themenschwerpunkt beschreiben
- Fragen und Erwartungen skizzieren
Prozessbezogene Kompetenzen › Verstehen und Reflektieren
- Informationsquellen untersuchen
- Vorwissen zu Informationsquellen in Beziehung setzen
- Fachspezifische Grundbegriffe analysieren
- Normative Texte auf Prämissen untersuchen
- Fremdperspektiven erläutern, Gedankenexperimente untersuchen
- Ethische Positionen untersuchen
- Lösungswege für moralische Probleme erläutern
Prozessbezogene Kompetenzen › Diskutieren und Urteilen
- Perspektiven und Erwartungshaltungen erörtern
- Lösungsstrategien bei moralischen Konflikten diskutieren
- Eigenständige Argumentationen entwickeln und prüfen
- Vorläufiges Urteil entwickeln, Folgen prüfen
- Eigenes Urteil im Diskurs darstellen
Jahrgang 11
Individuum und Gesellschaft
- Formen von Recht und Gerechtigkeit unterscheiden
- Problemfelder von Gerechtigkeit untersuchen
- Umsetzung von Recht und Gerechtigkeit beurteilen
Religionen und Weltanschauungen
- Ausdrucksformen des Religiösen
- Funktionen von Religionen analysieren
- Positionen der Religionskritik interpretieren
Jahrgang 12–13
Anthropologie
- Wesenseigenschaften des Menschen
- Freiheitliche und deterministische Menschenbilder
- Positionen zum Verhältnis von Leib und Seele
- Einfluss von Zeit auf das menschliche Leben
Ethik
- Typen, Funktionen und Geltungsbereiche von Normen
- Grundzüge normativer ethischer Positionen
- Tragweite und Praktikabilität normativer Positionen
- Metaethische Positionen analysieren
Wahrheit und Wirklichkeit
- Dimensionen des Für-wahr-Haltens
- Wahrheitstheorien und Verifikationsverfahren
- Quellen und Zugänge von Wahrheit und Wirklichkeit
- Aspekte der Wissenschaftstheorie
Lebensentwürfe
- Aspekte der Postmoderne analysieren
- Eudaimonismus und Sinnkonzeptionen
- Krise und Resilienz
- Glücksbegriff in der modernen Psychologie
So wird daraus dein Stoffverteilungsplan
Statt den Bildungsplan für Werte und Normen (Gymnasium) von Hand auf das Schuljahr zu verteilen, planst du mit LehrerCopilot in drei Schritten:
- Schritt 1
Klasse und Schuljahr anlegen
Wähle Werte und Normen und deinen Jahrgang – LehrerCopilot kennt die Kompetenzen dieses Bildungsplans bereits.
- Schritt 2
Stoffverteilungsplan vorschlagen lassen
Die KI verteilt passende Einheiten über das Schuljahr, abgestimmt auf deine Stunden und Schwerpunkte.
- Schritt 3
Jede Einheit mit Kompetenzbezug
Jede Einheit zeigt, auf welche Kompetenzen sie einzahlt – mit dem vollständigen Wortlaut aus dem Bildungsplan.